| Übergabe des Mobilen Firetrainer bei der Frühjahrstagung
CHAM. „Wir trainieren für Ihre Sicherheit, die Sicherheit der Mitmenschen!" Unter dieses Motto stellte Kreisbrandrat Hans Weber die Vorführung und offizielle Übergabe der Mobilen Brandsimulation am Samstag Mittag als Abschluss der Tagung der Oberpfälzer Feuerwehrführung im Landkreis (wir berichteten). Die gemeinsame Telefonspendaktion der Mittelbayerischen Zeitung und Radio Charivari machte es möglich, dass das Rettungszentrum Regensburg aus dem Erlös der Aktion den Mobilen „Firetrainer", einem Anhänger, auf dem mehrere Brandsimulationsanlagen untergebracht sind, ankaufen konnte und dem Bezirksfeuerwehrverband zur Verfügung stellt. In Anwesenheit aller Kreisbrandräte und Kreisbrandinspektoren der Oberpfalz, Landrat Theo Zellner, seiner Stellvertreter Michael Dankerl und Fritz Winklmann, MdL Dr. Karl Vetter, Vertretern der Regierung der Oberpfalz sowie mehreren Bürgermeistern und zahlreichen Feuerwehrlern aus dem Landkreis war es dem Leiter der Regensburger Berufsfeuerwehr, Branddirektor Johannes Buchhauser, vorbehalten, die Möglichkeiten des Mobilen Firetrainers der Firma Naderer Brandsimulation, vorzustellen. Alle Simulationen werden mit Flüssiggas betrieben und können von einem Ausbilder gesteuert werden. Zusammen mit einem Löschtrupp der Chamer Feuerwehr fand auch eine praktische Vorführung statt. So galt es eine Brandwanne mit punktueller Flamme, die zu einem Flächenbrand erweitert wurde zu löschen. Ebenso den „Brand" eines Papierkorb oder einem „Monitorbrand", eine Fettbrandexplosion. Wie Buchhauser erklärte, sei die Anlage geeignet für alle klassischen Löschmittel wie Wasser, Schaum, Pulver oder Löschgas. Die komplette Anlage werde bei der Berufsfeuerwehr in Regensburg stationiert und könne von Feuerwehren ausgeliehen werden. Das Rettungszentrum Regensburg unter der Leitung von Professor Nerlich habe seit vielen Jahren ein großes Ziel und dies sei das praxisorientierte Training für Einsatzkräfte. Mit der Anschaffung des Anhängers haben alle Feuerwehren die Möglichkeiten, dass die Einsatzkräfte erste Praxiserfahrungen sammeln können. Dies sei bisher oft nur im „Echteinsatz" geschehen. Der Anhänger biete den Vorteil, dass man verschieden Brände simulieren könne. Es werde derzeit ein Ausbildungskonzept für alle erarbeitet. Aber auch für Ausbilder werde ein Konzept erarbeitet, denn alle Bediener der Anlage sollen zumindest eine Grundeinweisung in die Gerätschaften haben. Die Berufsfeuerwehr Regensburg werde für die Ausbilder hierzu Schulungen anbieten. Der Anhänger werde bei der Berufsfeuerwehr untergestellt und könne dort jederzeit abgerufen werden um vor Ort möglichst realistisch zu üben. Durch die Möglichkeit, die Brandstellen fast überall betreiben zu können, sei der Kreativität der Ausbilder vor Ort keine Grenze gesetzt. Übungsziele seien vor allem die richtige Löschtaktik, richtiges Vorgehen zum Brandherd, die Bedienung der Strahlrohre und auch Teamarbeit. Als Gesamtziel stellte der Branddirektor die möglichst realitätsnahe Ausbildung der Einsatzkräfte heraus, so dass diese ihrem ersten „heißen" Einsatz nichterst im Ernstfall erleben, sonder bereits darauf vorbereitet seien.
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